#60 Der Fehler, den fast jeder auf seinem Veränderungsweg macht

Shownotes

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Manchmal verlieren wir uns ausgerechnet auf dem Weg, auf dem wir uns eigentlich wiederfinden wollen. Wir lesen Bücher, hören Podcasts, machen Übungen und wünschen uns Veränderung. Und trotzdem passiert etwas Merkwürdiges: Wir setzen uns wieder unter Druck, gehen über unsere Grenzen oder verlieren den Kontakt zu dem, was wir eigentlich brauchen. Warum ist das so? In dieser Folge sprechen wir darüber, warum unser innerer Veränderungsweg eine Vorgeschichte hat – und weshalb genau diese Geschichte oft darüber entscheidet, wie wir unseren Weg gehen. Du erfährst, • warum wir uns selbst auf unserem Veränderungsweg immer wieder übergehen, • weshalb das nichts mit mangelnder Disziplin zu tun hat, • warum wir manchmal den Kontakt zu uns verlieren, unserer Wahrnehmung nicht vertrauen oder in alte Schutzmuster geraten, • und weshalb echte Veränderung damit beginnt, uns auf unserem eigenen Weg wieder mitzunehmen. Am Ende lade ich dich zu meiner geführten Audio Zwischen Sturm und Stille ein – einer Erfahrung, die dir Raum schenkt, dir selbst für einen Moment bewusst zu begegnen.

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Transkript anzeigen

00:00:00: Es gibt eine Frage, die ich mir immer wieder stelle.

00:00:05: Warum verlieren wir uns ausgerechnet auf dem Weg, auf den wir uns eigentlich wiederfinden wollen?

00:00:14: Wir starten oft motiviert, wir möchten was verändern aber irgendwie passiert etwas merkwürdiges!

00:00:32: Und eigentlich machen wir auf unserem Veränderungsweg genau das weiter, worunter wir vorher schon gelitten haben.

00:00:43: Warum ist das so?

00:00:46: Darüber spreche ich heute in Neuro-Liebe – schön dass du da bist!

00:00:57: Neuro-Liebe ist dein Schlüssel für ein selbstbestimmtes Leben im Einklang mit deinem Nervensystem.

00:01:03: Verstehen, fühlen, handeln!

00:01:06: Wenn ich in die Welt von Neuro Liebe schaue dann gibt es dort ja diese zwei großen Bereiche die eng miteinander verzahnt sind den Bereich der Regeneration und dem Bereich des Empowerments.

00:01:21: wenn ich über Nervensystem Regeneration spreche meine ich damit ein Nafensystem aus dem verschlossenen Zustand, in dem das Nafensystem gar nichts mehr annehmen kann und wirklich so im Überlebensmodus gefangen ist sich wieder zu öffnen weil es sich sicher genug fühlt, sich wiederzuöffnen.

00:01:45: Vielleicht langsam vielleicht nur Stück für Stück?

00:01:48: Und im Regenerationsbereich geht es oft darum überhaupt erst mal die Basis zu schaffen, dafür das Veränderung möglich ist.

00:01:58: Im Empowerment-Bereich geht es darum ganz zielgerichtet mit dem Gehirn zur Arbeit und mit dem Nervensystem zu arbeiten so dass wir es wirklich auch stärken denn ein gestärktes Nerven System kann wiederum besser regenerieren!

00:02:16: Und als ich mir Gedanken zu dieser Folge gemacht habe kam mir ein Satz in den Kopf und diesen möchte ich gerne mit dir teilen, weil er mich nachdenklich gestimmt hat.

00:02:31: Und die Inspiration zu dieser Folge war der Satz lautet Warum behandeln wir unsere inneren Veränderungswege oft so als hätten sie keine Vorgeschichte?

00:02:47: Denk doch mal an einen Knochenbruch und vergleich doch mal den Regenerationsweg, den es nach einem Knochenbruch gibt.

00:03:03: Jeder Physiotherapeut dieser Welt würde die Behandlung oder das Training an das was passiert ist anpassen.

00:03:13: er würde sich ganz genau angucken wie belastbar denn die Systeme sind die in Mitleidenschaft gezogen worden sind und würde in einer guten Reha darauf Rücksicht nehmen, eng verzahnt in all die anderen Bausteine, die du dort vielleicht angebauten bekommst.

00:03:36: Und das bedeutet ja auch dass Regeneration wenn wir sie so denken immer auch etwas mit Dosierung zu tun hat.

00:03:46: Jeder, glaube ich, versteht und nickt das ab, dass der Körper in dem Moment eine Geschichte hat.

00:03:56: Und dass wir auf diese Geschichte für die Regeneration, für die Rehabilitierung Rücksicht nehmen müssen!

00:04:05: Aber warum vergessen wir das häufig?

00:04:09: Wenn es um unseren eigenen inneren Weg geht... denn in meiner Erfahrung ist es mindestens so wichtig die Dosierung anzupassen, an das was dein Nervensystem halten kann.

00:04:27: Damit Nervensystem Regeneration überhaupt erfolgreich sein kann.

00:04:35: und dazu habe ich drei Gedanken, die ich heute mit dir teilen möchte.

00:04:41: Bevor wir tiefer in diese drei Gedanken eintauchen, möchte ich dich aber noch einmal mehr im Alltag abholen denn Vielleicht kennst du die Suche nach der Nadel im Heuhaufen ähnlich gut wie ich.

00:04:55: Und als ich mit Anfang zwanzig etwas gefunden hatte, von dem ich ja fast zum ersten Mal das Gefühl hatte dass mir das wirklich helfen kann... Da habe ich sehr motiviert begonnen ist zu verfolgen und zu tun.

00:05:17: Ich hab mich auf den Weg gemacht.

00:05:19: Ich bin dran geblieben, weil zum ersten Mal nach langer Zeit ich wirklich Hoffnung hatte und ich bin mir sicher damals sah das von außen betrachtet aus.

00:05:38: Richtig aus!

00:05:40: Dass ich mich auf den Weg mache, dass sich dranbleibe.

00:05:45: auch wenn die Menschen in meinem Umfeld durchaus gemerkt haben, dass das nicht immer leicht war haben sie mich dennoch eher unterstützt im Weitermachen.

00:05:57: Und das Spannende war, dass ich aufgrund dieses großen inneren Drucks bereit war, während ich eigentlich etwas für mich, für meinen Weg tun wollte, mich dabei zu opfern – total über meine Grenzen zu gehen und mich zu überfordern Kontakt zu mir noch mehr zu verlieren.

00:06:35: Und irgendwann musste ich feststellen, dass sich eigentlich auf diesem Weg der Veränderung genau das weitergemacht habe, worunter ich all die Jahre so gelitten habe und was mich auch in diesen Zustand gebracht hat!

00:07:03: Das war eine schwere harte Erkenntnis, denn ich dachte ja, ich weiß was ich tue.

00:07:11: Ich war in bester Absicht!

00:07:15: Was ich aber unterschätzt habe ist dass ich mich überall hin mitnehme eben auch auf meinen ganz eigenen Heilungsweg und so hat es nicht lange gedauert bis ich mich so damit überfordert habe, übergangen habe, Druck gemacht keine Pause akzeptiert habe, kein Verschnaufen, keinen integrieren.

00:07:43: Immer die Flucht nach vorne!

00:07:46: Das was mein System schon viele Jahre erfolgreich als Strategie im Leben angewandt hat, hat mein System plötzlich auf dem Weg der Veränderung genauso aus der Tasche geholt und das war mir am Anfang nicht bewusst.

00:08:11: Lass uns mal genauer da reinschauen, warum es uns passieren kann – selbst wenn wir mit bester Absicht für uns unterwegs sind!

00:08:25: Und wenn ich heute mit Abstand darauf zurückblicke, dann weiß ich, dass ein ganz großer Teil war, dass ich mich einfach nicht gefühlt habe.

00:08:42: Mein Nafensystem hat durch das was ich erlebt hab gelernt es ist gut es sich nicht so zu fühlen und dass ich immer so fragen wie Was brauche?

00:08:54: Was ich also durch diese Kontaktlosigkeit gar nicht wahrgenommen habe, war dass Ich die ganze Zeit mich permanent überfordert habe aber ich habe das gar nicht gemerkt Und weil in meinem Umfeld auch alle so daran gewöhnt waren, dass ich so immer funktioniert habe ist das auch keinem wirklich aufgefallen.

00:09:27: Sondern es war eher so... Ist ja klar, dass du das jetzt genauso durchziehst wie du andere Sachen durchziehest.

00:09:35: So bist du eben!

00:09:40: Selbst die Profis sind damals nicht auf die Idee gekommen kein gesundes Verhalten ist.

00:09:50: Und der zweite Punkt, der auch bei mir damit reingespielt hat, ist manchmal habe ich mich gespürt.

00:10:01: Manchmal hatte ich schon das Gefühl, dass es jetzt ein bisschen viel aber am Ende des Tages hab ich mir selbst nicht geglaubt da waren sie nämlich wieder all diese inneren Stimmen von stell dich nicht so an du bist aber sensibel Du kannst ja aber auch nichts aushalten.

00:10:27: Geh doch zum Weinen in den Keller!

00:10:32: Also habe ich das gemacht und bin weitergerannt auf meinem Weg mit der Hoffnung, dass was besser wird.

00:10:41: Aber ehrlicherweise muss ich sagen wurde es eigentlich immer schlimmer weil natürlich auch die Frustration darüber, dass sich irgendwie schon wahrnehmen konnte, ist aber nicht greifen konnte und dass diese Hoffnung, die ich am Anfang hatte, die Nadel im Heuhaufen gefunden zu haben wieder aufgeben musste.

00:11:12: Und der dritte Gedanke, den ich dazu mit detaillen möchte, ist das wenn wir Trauma erlebt haben – sei es Schocktrauma oder Bindungstrauma – daraus immer Dynamiken im Nervensystem entstehen!

00:11:31: Dynamiken, die uns schützen.

00:11:34: Dynamiken ,die einmal Sinn gemacht haben.

00:11:38: Es kann sein das du gelernt hast dass wenn du alles super perfekt machst nicht angreifbar bist und ganz gut mit durchrutscht.

00:11:50: Und es kann sein dass das auch heute immer noch deine strategie ist.

00:11:56: Es kann genauso sein dass dein nervensystem gelernt hat dass es gut ist unsichtbar zu sein nicht anzuecken, sich so stark anzupassen ja fast vielleicht mit anderen zu verschmelzen weil es so sicherer ist.

00:12:18: Es kann auch sein dass dein Nervensystem gelernt hat das gut ist einfach immer und permanent und aus Prinzip im Widerstand zu sein.

00:12:28: was auch immeres ist was dein Nervensystem gelernt hat Aus den Erfahrungen die du in deinem Leben gemacht hast.

00:12:38: Es kann sein, dass sie auch dich heute noch antreiben und lenken.

00:12:44: Ich hatte so einen permanenten Antreiber im Inneren der mich immer zu angetrieben hat weiterzugehen egal wie sehr mein Körper nach einer Pause verlangt hat Egal wie stark das Nervensystem gezeigt hat nicht mehr aufnahmefähig ist und das Zeit bräuchte für Integration, für Regeneration, für die Verdauung von all dem was ich da hochgeholt habe.

00:13:17: Aber mit diesem inneren Antreiber war der festen Überzeugung viel hilft viel dass die Lösung wenn wir mit dem Nervensystem arbeiten wirklich weniger es mir sein kann.

00:13:31: Das hätte ich gerne schon damals gewusst Und ich weiß, wie ich damals irgendwann mich selbst beobachtet habe.

00:13:43: Immer wieder in diesen Situationen die sich dann ja auch immer wieder wieder holt haben.

00:13:51: und irgendwann hab' ich mich gefragt Warum mache ich das eigentlich schon wieder?

00:14:00: Und diese Frage hat mich im Alltag tatsächlich angefangen zu begleiten.

00:14:07: Ich hab' mich Mitten in einer Übung gefragt, warum mache ich die gerade eigentlich?

00:14:13: Obwohl mein Körper deutlich kommuniziert dass er eine Pause möchte.

00:14:20: Warum mache ich keine?

00:14:25: Warum lese ich das nächste Buch von den zehn Büchern die auf meinem Nachtisch warten anstatt wirklich einmal die Inhalte des ersten Buches umzusetzen?

00:14:38: Die Liste ist lang.

00:14:41: Ich bin mir ganz sicher, du hast deine eigenen Beispiele für diese Momente in denen du dir zuschaust und denkst Warum nur?

00:14:53: Mach ich das so.

00:14:57: Das Verrückte dabei ist dass von außen das oft gar nicht so ausschaut weil es durchaus motiviert wirken kann oder diszipliniert oder engagiert.

00:15:13: Dabei kann genau dort der Moment liegen indem wieder übergehen und in all diesem Suchen nach der richtigen Methode, nach dem richtigen Anbieter, nach der Nadel im Heuhaufen habe ich irgendwann verstanden dass es gar nicht so sehr um das was geht sondern um das wie.

00:15:42: Wie möchte Ich meinen Weg gehen?

00:15:47: Weil vielleicht beginnt Veränderung gar nicht dort wo wir den richtigen Weg finden.

00:15:57: Vielleicht beginnt sie dort, wo wir anfangen uns auf diesem Weg wirklich mitzunehmen.

00:16:07: So dass unser Nervensystem offen bleiben kann.

00:16:11: Offen für neue Erfahrungen!

00:16:14: Denn wenn es offen bleibt dann kann so eine neue Erfahrung auch immer wieder erfahren werden und durch die Wiederholung irgendwann das neue Normalformen.

00:16:34: Wenn ich eine Sache gelernt habe über meinen eigenen Weg und über die vielen Menschen, die ich begleitet habe in den letzten fünfzehn Jahren dann ist es die Wichtigkeit des Wies und deswegen war es mir so wichtig etwas zu machen dir dieses Wie näherzubringen Sodass du dich auf deinem Weg nicht verlierst, sondern wirklich mitnimmst mit allem was da ist.

00:17:11: Genau für diesen inneren Schritt habe ich zwischen Sturm und Stille entwickelt.

00:17:19: Inzwischen Sturm- und Stile geht es genau darum wieder mehr in die Verbindung mit dir zu kommen zu realisieren wo du dich vielleicht verloren hast, zu sehen wo du Dich wiederfinden kannst und auch Frieden zu finden mit all diesen Anteilen von denen Du glaubst dass sie Dir im Weg stehen.

00:17:48: Sie aber gute Gründe haben dazu sein um vielleicht auch Deinen Weg in der Dosierung In der Intensität.

00:18:03: An das anzupassen, was dein Nervensystem halten kann.

00:18:09: Zwischen Sturm und Stille ist eine dreißigminütige Audio die du nicht nur einmal hören wirst.

00:18:17: Du wirst sie auf Deinem Weg, auf Deiner Reise Immer wieder hören immer wieder zu ihr zurückkommen können Wenn du auf deinem Weg dabei bist, dich wieder ein bisschen selbst zu verlieren.

00:18:35: Dich wieder ein bißchen zu stark unter Druck zu setzen, dich anzutreiben.

00:18:42: was auch immer passiert Du kannst zu zwischen Sturm und Stille zurückkommen Und deinen Kurs immer wieder neu ausrichten um wirklich mit dir zu gehen Mit allem was ist mit deinen Schutzmustern anstatt gegen sie zu arbeiten.

00:19:05: Wenn deine Frage also ist, wie kann ich meinen Weg so gehen dass ich mich dabei nicht wieder verliere?

00:19:15: dann findest du die Antwort bei zwischen Sturm und Stille.

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